Buddhismus in Europa

Als Ergebnis seiner praktischen Orientierung auf dem spirituellen Weg hat der Buddhismus in Asien die Entwicklung einer Vielzahl von Traditionen hervorgerufen. Diese wiederum haben sich über die Jahrhunderte mit der jeweiligen Kultur verbunden. Eine ähnliche Vielfalt kann nun auch in Europa festgestellt werden, wo sich die meisten buddhistischen Organisationen auf spirituelle Lehrer aus dem Osten zurückführen. In jüngster Zeit allerdings ist die Anzahl von Lehrern westlichen Ursprungs stark im Ansteigen begriffen und so hat sich das ursprünglich "fernöstliche Erscheinungsbild" in etwas vertrautere Formen gewandelt, d.h. mehr ein europäisches oder westliches Gepräge angenommen, was klar zum Ausdruck bringt, dass der Buddhismus in Europa eine sehr lebendige Tradition geworden ist.

Im heutigen Europa ist der Buddhismus nicht nur dank der Anzahl seiner Anhänger wichtig (zwischen 1 und 4 Millionen), sondern auch wegen seines Einflusses auf das spirituelle Leben, die Kultur und die Wissenschaften. In einem Kontinent, der sich spirituellen Alternativen öffnet, ist der Buddhismus für viele attraktiv, wegen der Betonung der eigenen Bemühungen und wegen der Verfügbarkeit gründlicher spiritueller Methoden und kompetenter Lehrerinnen und Lehrer. Infolgedessen gibt es ein breites Interesse an der Übung der verschiedenen Formen buddhistischer Meditation in ihrer klassischen, wie auch modernisierten Ausprägung.

Gleichzeitig besteht ein nennenswertes Interesse an den akademischen Aspekten des Buddhismus und der Buddhologie. Alles in allem hat der Buddhismus in seinen zahllosen Aspekten im Europa des 21. Jahrhunderts zweifellos eine Menge zu bieten. So blüht der Buddhismus in seiner reichen Vielfalt nunmehr in vielen Ländern Asiens, aber auch in Europa, den USA, Australien usf. Die Gesamtzahl der Buddhisten weltweit wird auf 500 bis 1000 Millionen geschätzt.


Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am 27/12/2011

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